Ratgeber erklärt

Erstausstattung nach dem Jagdschein: was du brauchst

Nach der Jägerprüfung ist die Liste lang und das Geld oft knapp. Die gute Nachricht: Nicht alles muss sofort sein. Hier steht, womit du gut ins erste Jagdjahr kommst, worauf du beim Kauf achten solltest und wo Sparen später teuer wird. Waffe, Munition und Waffenschrank sind hier bewusst kein Thema.

Was zuerst kommt

Was warten kann

Beim Fernglas nicht sparen

Mit dem Fernglas verbringst du mehr Zeit als mit jedem anderen Teil der Ausrüstung. Ein gutes Glas zeigt in der Dämmerung noch Einzelheiten, wenn ein günstiges nur noch grau zeigt – genau dann kommt oft das Wild.

Für den Anfang ist ein 8x42 die sicherste Wahl: hell, mit großem Sehfeld und leicht genug für die Pirsch. Wer fast nur vom Hochsitz jagt, nimmt ein 8x56.

Kleidung im Zwiebelprinzip

Statt einer dicken Jacke lieber mehrere Schichten: Unterwäsche aus Wolle oder Kunstfaser, ein warmer Pullover oder eine Fleecejacke und darüber eine leise, wasserdichte Jacke. So passt du dich an – auf dem Weg zum Sitz schwitzt du nicht, oben auf dem Hochsitz frierst du nicht.

Ferngläser 8x42 für den Anfang

Der Allrounder für Pirsch, Ansitz bei Tag und Drückjagd.

Lampen mit Rotlicht

Für den Weg zum Hochsitz, ohne die Nachtsicht zu verlieren.

Jagdmesser mit Kunststoffgriff

Rutschfest und nach dem Aufbrechen leicht zu reinigen.

Stiefel mit Membran

Für nasse Wiesen und Tau am Morgen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was kostet die Erstausstattung ohne Waffe?

Das hängt vor allem am Fernglas. Mit einem Glas der Mittelklasse, Messer, Lampen, Kleidung und Stiefeln kommen schnell 1.000 bis 2.000 Euro zusammen. Kleidung und Lampen lassen sich gut nach und nach kaufen.

Brauche ich als Jungjäger Tarnkleidung?

Nein. Wichtiger als ein Tarnmuster sind gedeckte Farben, leiser Stoff und dass du dich ruhig bewegst. Für Drückjagden brauchst du dagegen Signalfarbe.